Tipps zum täglichen Energiesparen

Sie können Ihre jährlichen Energiekosten deutlich senken. Wie das? Ganz einfach! Indem Sie zunächst Ihr Verbraucherverhalten bewusst ändern und Ihren Haushalt mit energieeffizienten Geräten ausstatten. Das mag zunächst eine Investition erfordern, schont aber auf lange Sicht Ihr Haushaltsbudget und die Umwelt. Im Handumdrehen haben Sie mehrere Euro pro Tag gespart. Hier finden Sie wertvolle Informationen, die das Energiesparen im Haushalt erleichtern. 

Kühlschrank

Kühl- und Gefriergeräte verbrauchen bis zu ein Fünftel des Stroms in einem Haushalt. Holen Sie sich einen Kühlschrank mit Effizienzklasse A++++ ins Haus und sparen gegenüber einem alten mit Effizienzklasse D bis zu 100 Euro im Jahr. 

Je tiefer die Temperatur eingestellt ist, desto höher ist der Verbrauch. Kühlschrank auf 7 °C und Gefrierschrank auf -18°C einstellen.

Gefriergeräre regelmäßig - mindestens einmal im Jahr - abtauen.

Für einen Ein- bis Zwei-Personen-Haushalt reicht ein Kühlschrank mit 150 Litern Nutzinhalt aus. Ansonsten gilt: rund 60 Liter pro Person.

Eine gute Orientierung, um den Stromverbrauch von Elektrogeräten festzustellen, bietet das Umweltzeichen „Blauer Engel“, das TCO-Prüfzeichen und das „Energy Star-Label“.

Herd und Backofen

Mit Schnellkochtöpfen sparen Sie bis zu 50 Prozent Energie und Zeit.

Kochen Sie immer mit Deckel, dann verbrauchen Sie etwa zehn Prozent weniger Energie und stellen Sie auf jede Herdplatte den entsprechend passenden Topf. Verwenden Sie die höchste Garstufe nur, um anfänglich für schnelle Hitze zu sorgen. Danach drehen Sie die Regler wieder runter. Tägliches Erhitzen von 1,5 Liter Wasser mit Topfdeckel spart bei einem Elektroherd pro Jahr 200 Kilowattstunden Strom bzw. ca. 52 Euro.

Waschmachine und Trockner

Die meiste Energie fällt beim Erhitzen des Wassers an. Waschen Sie in der Regel bei 30°C statt bei 60 °C, so verbrauchen Sie etwa ein Drittel weniger Strom pro Waschgang und sparen ca. 30 Euro im Jahr.

Verzichten Sie bei normal verschmutzter Wäsche auf die Vorwäsche und nutzen Sie das Fassungsvermögen der Maschine voll aus. Egal ob Ihre Waschmaschine voll oder halb leer läuft: Der Strom- und Wasserverbrauch ändert sich kaum. Unterm Strich sparen Sie also richtig viel Energie, wenn Sie die Maschine immer voll beladen.

Ein Stromfresser im Haushalt ist der Wäschetrockner. Auch Trockner mit hoher Effizienzklasse verbrauchen viel Strom. Nutzen Sie Wäscheleine oder -spinne bzw. einen Trockenboden. Beim Trocknen in der Wohnung muss regelmäßig gelüftet werden, um Schimmelbefall zu vermeiden. Durch den Verzicht auf einen Wäschetrockner können Sie ca. 135 Euro pro Jahr sparen. 

Fernsehen

Nach einer Erhebung der Energieagentur NRW machen TV- und Audio-Geräte bis zu 13 Prozent am Gesamtstromverbrauch in Haushalt aus.

Zwei Stunden Fernsehschauen mit einem stromsparenden Fernseher kostet etwas 3 - 4 Cent. Ein Plasma-Fernseher verbraucht in selben Zeit bis zu 20 Cent.

Der Stromverbrauch ist abhängig von Bildschirmgröße und Eigenschaften, wie HDTV oder Dolby-Souround. Je größer der Bildschirm, desto höher der Verbrauch.

Beim Kauf von neuen Geräten schauen Sie auf das seit 2011 eingeführte Energielabel. Sieben Energieklassen von A (Bestnote) bis F (Stromfresser) geben eine hilfreiche Orientierung.

Trennen Sie mit Hilfe einer Steckleiste mit Netzschalter den Fernseher nach dem Abschalten vom Stromnetz. Somit vermeiden Sie den Stand-by-Modus und zusätzliche Stromkosten. 

Beleuchtung

Seit 2009 ist eine EU-Verordnung für Lampen in Kraft, die Mindestanforderungen in Bezug auf Energieeffizenz und Qualität der Lampen festlegt. Damit sind die Standard-Glühlampen Geschichte.

Standard-Glühlampen wandeln nur etwa fünf Prozent ihrer aufgenommenen Elektroleistung in Licht um. LED-Lampen haben deutlich weniger Verlust und einen um 70 Prozent geringeren Stromverbrauch.

Beispiel: Wenn Sie zehn 60-Watt-Lampen durch Elf-Watt-Sparlampen ersetzen, sparen Sie trotz höherer Anschaffungskosten in zehn Jahren rund 930 Euro. 

Stromfresser Stand-by-Modus

Das Umweltbundesamt beziffert die Kosten des Stromverbrauchs durch Standby in Deutschland auf vier Milliarden Euro im Jahr. Verzichten Sie fast vollständig auf Standby können Sie im Jahr 400 Kilowattstunden bzw. ca. 104 Euro sparen. 

Verwenden Sie eine schaltbare Steckdosenleiste, um Ihre elektronischen Geräte wie Fernseher, Computer, Drucker, DVD-Player, Spiele-Konsole, Kaffeemaschine etc. nach dem Abschalten vollständig vom Stromnetz zu trennen und dabei Geld zu sparen. 

Energiesparlabel für Handy-Ladegeräte

Handy-Ladegeräte verbrauchen auch dann noch Strom, wenn das zu ladende Handy bereits voll oder gar nicht mit der Station verbunden ist. Laut Hersteller Nokia machen diese Leerlaufverluste rund zwei Drittel des gesamten Stromverbrauchs durch Handys aus. Bei einem wenig sparsamen Gerät kommen so im Jahr bis zu fünf Kilowattstunden zusammen. Das ist zwar nicht die Welt, aber die Masse macht’s: Bei rund 100 Millionen Mobilfunkanschlüssen in Deutschland macht das immerhin 500 Millionen Kilowattstunden im Jahr, etwa so viel wie ein 700 MW-Braunkohlekraftwerk unter Volllast in einem Monat erzeugt.

Sparsame Netzteile dagegen verbrauchen weniger als ein Zehntel der Energie. Deswegen haben sich die fünf größten Hersteller darauf geeinigt, Ladegeräte künftig durch ein Gütezeichen - ähnlich dem EU-Label - zu kennzeichnen, das den Stand-by-Verbrauch anzeigt. Fünf Sterne bekommen Ladegeräte, die im Leerlaufbetrieb weniger als 0,03 Watt verbrauchen, keinen Stern bekommt, wer mehr als 0,5 Watt verbraucht.

Heizung

Wer hat es nicht schön kuschlig in den vier Wänden, wenn es draußen nass-kalt ist? Aber auch beim Heizen sparen Sie mit unseren Tipps Geld. 

Heizen Sie nur die Räume, die Sie auch nutzen. Senken Sie nachts die Raumtemperatur: Ersparnis fünf bis zehn Prozent.

Achten Sie darauf, dass die (vorhandende) Heizungspumpe im Sommer auf Sommerbetrieb umgestellt oder ganz ausgeschaltet ist.

Die Raumtemperatur sollte im Wohnbereich ca. 20°C betragen, jedes Grad weniger spart Heizkosten.

Nutzen Sie Thermostatventile. Sie halten die Temperatur in den einzelnen Räumen kostant auf dem gewünschten Wert. Das Thermostat misst die Raumtemperatur und passt den Heizvorgang entsprechend an. Die Verwendung von programmierbaren Thermostatventilen mit Nachtabsenkung ist besonders empfehlenswert. Mit modernen Thermostaten können Sie bis zu 10 Prozent Energie sparen.

Heizkörper sollten nicht verdeckt oder zugestellt werden, damit sich die Wärme ungehindert ausbreiten kann.

Ihre Heizkörper gluckern und werden nicht mehr richtig warm, obwohl das Thermostat voll aufgedreht ist? Entlüften Sie Ihre Heizkörper, denn jede Luftblase bedeutet unnötige Verschwendung. Zum Entlüften brauchen Sie einen Vierkant-Entlüftungsschlüssel, um das Ventil (oben, seitlich am Heizkörper) zu öffnen. Halten Sie ein kleines Gefäß unter das Ventil, es könnte Heizwasser austreten.

Laptop statt PC

Für Texte, Internet und E-Mail brauchen Sie keinen leistungsstarken Rechner. Ein PC mit Bildschirm verbraucht gegenüber einem Laptop durchschnittlich 70 Prozent mehr Strom bei vergleichbarer Ausstattung. Laptops enthalten gegenüber einem PC auch viel weniger Kunststoff, Glas und teure Edelmetalle. Stellen Sie beim Gebrauch eines PCs den Energiesparmodus ein und den Bildschirmschoner ab.

Im Sommer kühlen Kopf bewahren

In den Sommermonaten klagen wir oft über die Hitze in den Innenräumen und leiden unter Schlafmangel. Damit die Hitze erst gar nicht ins Haus bzw. in die Wohnung kommt, lassen Sie die Fenster tagsüber komplett geschlossen und verdunkeln Sie diese.

Am besten lüften Sie Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung nachts oder in den kühlen Morgenstunden.

Pflanzen verschönern nicht nur die Innenräume, sondern sie verdunsten auch Wasser und kühlen dadurch die Innentemperatur.

Elektrische Geräte im Stand-by-Modus produzieren Wärme. Schalten Sie alle Geräte in den benutzten Wohnräumen ab, somit verursachen Sie weniger Wärme.

Ist Ihr Haus oder Ihre Wohnung schlecht isoliert, verlieren Sie viel Energie bzw. Wärme. Eine bessere Dämmung der Außenwände, des Dachbodens und des Kellers führt in der Regel zu einer Verringerung des Heizenergiebedarfs von mehr als 60 Prozent. Lüften Sie zudem richtig durch, so dass immer ausreichend frische Luft in den Räumen ist. Stoßlüften statt Dauerlüften spart bis zu 125 Euro im Jahr. 

Quellen

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